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Sektor Eisenbahnen

Letzte Sitzung beim Chef de Service GR für dieses Jahr

Am 14. Dezember fand die letzte Sitzung beim Chef de Service GR für das Jahr 2011 statt. Zugleich war es auch das letzte Mal, dass diese Personalvertretung in der Zusammenstellung tagte, da es durch das Zusammenlegen der jetzigen Dienstbereiche IF und GR ab 1. Januar 2012 auch zu einer Änderung in den Personaldelegationen kommen wird. Wie die zukünftigen Sitzungen ab 2012 abgehalten werden, getrennt für jeden ehemaligen Dienstbereich oder gemeinsam, das soll in der Sitzung der Zentraldelegation vom 16. Dezember 2011 geklärt werden.

An der letzten Sitzung für dieses Jahr nahmen Herr Thull in seiner Eigenschaft als Dienstchef und Frau Mannes als Schriftführerin teil; der Landesverband war durch die Kollegin Nadine Simon sowie die Kollegen René Birgen und John Rossi vertreten, Jean-Paul Schmitz vertrat den Syprolux. 15 Punkte auf der Tagesordnung ermöglichten eine Diskussion ohne Zeitdruck.

Wie gewohnt hier die Anfragen und die Antworten geordnet nach Strecken und Bahnhöfen.

Bahnhof Noertzingen

Die alten Oberleitungsmasten im erneuerten Bahnhof werden zwar trotz der kompletten Neugestaltung des Bahnhofes nicht erneuert; ein Anstrich muss genügen.

Bahnhof Esch-Alzette

Der zweite Bahnsteig in Esch-Alzette wird an drei Wochenenden ab Mitte Februar 2012 instand gesetzt.

Die Klimaanlage auf dem Stellwerk Esch-Alzette wurde, laut Aussagen von Herrn Thull seitens des Service IF, überprüft und es wurden keine Mängel an den Thermostaten festgestellt.

Die Anfrage nach der Anbringung eines Türschlosses mit Chip am Büro des Aufsichtsbeamten wird geprüft. In einer Studie soll untersucht werden, wie der Zugang zu allen Büros des Bereiches Infrastruktur vereinheitlicht werden kann.

Bahnhof Ettelbruck

Herr Thull zeigte sich verwundert über die Anfrage über die Besetzung der Aufsicht in Ettelbruck bis zur Abfahrt des letzten Busses bei Schienenersatzverkehr, da dies bislang immer vorgesehen war, sei es durch einen Aufsichtsbeamten oder durch Mitglieder der Sicherheitsmannschaft. Die Personalvertreter bemängelten, dass in einem Fall die Sicherheitsmannschaft der privaten Firma Dussmann wohl vor Ort war, deren Mitarbeiter aber nicht die notwendigen Informationen erteilen konnten. In Zukunft wird ein Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens vor Ort die nötigen Auskünfte erteilen und die Anschlüsse zwischen Zug und Bahn überwachen.

Bahnhof Luxemburg

Die ZOC wird eine ausführliche Bedienungsanleitung für die Feuermeldeanlage auf dem PDL erstellen; die Bedienung der Anlage wird dann auch in die Ausbildung auf dem Posten eingefügt werden. In diesem Zusammenhang forderten die Personalvertreter auch für den PDL eine Evakuierungsübung wie sie regelmäßig im Direktionsgebäude abgehalten wird. Bemängelt wurde in diesem Zusammenhang seitens der Personaldelegation, dass der PDL über keinen Notausgang verfügt.

Die kaputte Stufe an der Eingangstür zum PDL wird schnellstens ersetzt werden; im Übrigen hat auch schon der Sicherheitsdelegierte auf diese Gefahrenquelle hingewiesen. Nach Abschluss aller Arbeiten im Gebäude soll auch das Treppenhaus neu gestrichen werden.

Am 21.10.2011 waren zum gleichen Moment alle 120 Sicherungen der Steuerung der Gleisabschnitte durchgebrannt. Wieso das geschehen konnte, muss eine Untersuchung des Signaldienstes feststellen. Die Dauer des Ausfalls des Stellwerkes war dadurch sehr lang, da alle defekten Sicherungen ausgewechselt werden mussten. Im Zusammenhang mit dem Ausfall des PDL und dem damit verbundenen Ausfall der Züge erklärte Herr Thull, dass an einem Plan für einen optimalen Schienenersatzverkehr gearbeitet würde.

Nach dem Abschluss der Arbeiten an den Bahnsteigüberdachungen werden in diese zusätzliche Antennen eingebaut werden, um die Qualität der Übertragung der tragbaren Telefongeräte der Aufsichtsbeamten zu gewährleisten.

Die Aushängetafel für die Gewerkschaftsmitteilungen auf dem PDL wird wieder angebracht werden; das Anbringen einer solchen Tafel in der Aufsicht von Esch-Alzette soll vom Leiter dieses Bereiches in die Wege geleitet werden.

Verschiedenes

Bei Arbeiten an Gleisanlagen muss der Dienstbereich M/I in Zukunft dem Dienstbereich E/I genau mitteilen, welche Auswirkungen diese auf das Stellen von Zug- und Rangierfahrten haben werden. Nach diesen Informationen muss der Bereich E/I festlegen, welches seine Bedürfnisse sind. Nach diesen richten sich dann die eventuell nötigen provisorischen Umänderungen im Stellwerk. Die Prozeduren für die Fälle, bei denen Eingriffe im Stellwerksbereich nötig sind um bei Arbeiten auf Signal fahren zu können, werden in einer neuen Richtlinie von den Dienstbereichen M/I und E/I schriftlich festgelegt; darin niedergeschrieben werden auch die nötigen Zeitspannen zwischen Beantragung und Beginn der Arbeiten.

Ob in Zukunft ein Personenzug bei Notfällen ohne Zugbegleiter weiterfahren darf und, wenn ja, bis wohin und unter welchen Bedingungen, wird in Zukunft vom jeweiligen Eisenbahnunternehmen gemäß seiner eigenen Dienstvorschriften geregelt werden. Der Netzbetreiber, in diesem Fall die Permanence, oder die „Supervision Traffic“, wie diese ab dem 01. 01.2012 heißen wird, wird diese Entscheidung nicht mehr treffen. Um einen optimalen Informationsaustausch zwischen Eisenbahnunternehmen und Netz zu ermöglichen sollen ab März 2012 Mitarbeiter beider Betriebe in einem Raum der Supervision Traffic, der ehemaligen Permanence, zusammen sitzen.

Herr Thull unterstrich, dass die Erteilung von Zugtrassen heute allein unter die Attribute der ACF fällt und dass diese auch zuständig für die Nummernvergabe der Zugfahrten ist. Er war sich aber mit der Personalvertretern einig, dass das Benutzen von Zugnummern für Leerfahrten und von Leerfahrtennummern für Zugfahrten nicht optimal sei und die Gefahr von Irrtümern mit sich bringe. Im Mitteilungsblatt für Sonderzüge, welches in der elektronischen Bahnhofsfahrordnung geöffnet werden kann, müssten zwar alle Angaben über die eingelegte Fahrt auftauchen und so jeden Irrtum ausschließen, dennoch soll das Problem noch einmal mit der ACF besprochen werden.

Ob bei Sachbeschädigungen an Eisenbahnmaterial ein Bediensteter in seinem Namen Anzeige erstatten für die CFL muss, soll noch einmal vom Service GR und seinem Nachfolger geprüft werden; beim Service Juridique soll ebenfalls ein Gutachten zu diesem Thema angefordert werden.

Handschuhe und Schal sollen in Zukunft auch dem Personal, welches in einer Aufsicht tätig ist, zur Verfügung gestellt werden. Die Qualität soll die gleiche sein wie die, welche dem Zugbegleitpersonal zusteht. Der Bezug dieser Artikel soll nach denselben Regeln wie die Zuteilung von warmer Winterunterwäsche erfolgen.

Die WC-Anlagen im Centre de Formation sind immer noch im schlechten Zustand. Die zugesagte Erneuerung wird dem Service IF in Erinnerung gerufen werden.

Herr Thull teilte die Meinung, dass ein Waschbecken in den neuen Lokalen des Aufsichtsbeamten auf den Bahnsteigen 2 und 3 kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit sei. Da die Arbeiten an den neuen Büros relativ weit fortgeschritten sind, erklärte er sich bereit, den Auftrag für diese Sanitäreinrichtungen, welcher ihm der Bahnhof Luxemburg zukommen lassen soll, schnellstens zu unterzeichnen.

Die Personalvertreter wollten noch wissen, wie es in Zukunft mit der Priorität der Züge auf dem CFL-Netz im Falle von Verspätungen aussehen wird, da ja die Zugtrassen an die Nutzer der Infrastruktur verkauft sind. Müsste dann im Prinzip ein verspäteter TGV einem pünktlichen IF-Arbeitszug die Vorfahrt überlassen? Herr Thull erklärte, dass jedes Verkehrsunternehmen prinzipiell seine eigenen gekauften Trassen austauschen und so in diesem Rahmen seine eigene Priorität festlegen kann. Im Falle von größeren Betriebsstörungen kann die „Supervision Traffic“ auch regelnd eingreifen und die Zugfolge abändern; dies bedarf jedoch der Zustimmung der ACF. In jedem Fall wird der RGE 03 in diese Richtung abgeändert.

Am Ende der Sitzung bedankte sich René Birgen bei Herrn Thull für die kurze aber dennoch konstruktive Zusammenarbeit in der Delegation und wünschte sich, dass nach dem 1.1. 2012 die Sitzungen der Personalvertretung auch unter der neuen Organisation genauso gut ablaufen werden. Herr Thull unterstrich seinerseits die stets fairen und manierlichen Diskussionen während der Sitzungen.

Gegenseitige Wünsche für schöne Feiertage schlossen diese letzte Sitzung für dieses Jahr und in dieser Zusammensetzung ab.

Die Personalvertreter des Landesverbandes René Birgen, Danielle Bintner, John Rossi

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