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Landesverband

Resolution IV: Eine Zukunft für die CFL und alle Eisenbahner/innen

Der 63. Kongress des FNCTTFEL-Landesverbandes, tagend am 16. und 17. Juni 2006 im Casino Syndical in Bonneweg

stellt fest, dass

  • der in der Eisenbahn-Tripartite zustande gekommene Kompromiss über die Restrukturierung der CFL wohl in manchen Punkten nicht den Erwartungen der Eisenbahner/innen entspricht, jedoch angesichts des politischen Kräfteverhältnisses, das bestmögliche Resultat ist, was erzielt werden konnte,
  • das Statut und die Gehälterordnung für die jetzigen und zukünftigen Beschäftigten in der nationalen CFL-Gesellschaft weiter erhalten bleiben,
  • das Statut und die Gehälterordnung für die von den CFL in die CFL-Cargo überwechselnden Eisenbahner/innen weiter erhalten bleiben,

fordert

  • für die Neueinzustellenden in der CFL-Cargo die bestmögliche soziale Absicherung durch einen qualitativ ansprechenden Kollektivvertrag,  welcher mit den repräsentativen Eisenbahnergewerkschaften auszuhandeln ist.

begrüßt

  • die Entscheidung der Eisenbahn-Tripartite, noch in diesem Jahr die Verhandlungen über die Erneuerung der Dienstleistungsverträge zwischen dem Staat und den CFL über die Infrastrukturen und den öffentlichen Transport auf der Schiene und der Strasse anzufangen und diese Verträge langfristig zu verlängern,
  • den Bau einer neuen Busgarage in Luxemburg zur Absicherung des CFL-Busdienstes,
  • die Bestätigung der Investitionen für den Bau des Centre de Remisage et de Maintenance in Bonneweg-Howald und für die Modernisierung der Werkstätte in Petingen.   

Der Kongress fordert energisch, dass

  • die Ergebnisse der Eisenbahn-Tripartite ohne Abweichungen umgesetzt werden,
  • diese Umsetzung ausschließlich unter der Berücksichtigung der verankerten Gewerkschafts- und Personalvertretungsrechte in den dafür vorgesehenen statutarischen Personalvertretungsgremien geschehen darf.

Der Kongress wehrt sich entschieden

  • gegen jedweden sozialen Raubbau seitens des Arbeitgebers bei der Aushandlung der neuen Arbeitsbedingungen und den neuen Berufsbildern sowie bei der Definierung des Personalbestandes

und beschließt

  • eine gezielte Mobilisierung aller Eisenbahner/innen und  gewerkschaftliche Aktionen bis hin zu einem Streik, um den Ausverkauf der Arbeits- und Sozialbedingungen der Eisenbahner/innen zu verhindern. Die abgeänderten Arbeitsbedingungen und die geforderte Polyvalenz dürfen in keinem Falle einen negativen Impakt auf die Lebensqualität, Sicherheit der Beschäftigten und auf die Betriebssicherheit haben.

Der Kongress fordert weiter, dass

  • die Generaldirektion offen und vollständig über ihre Pläne zur Restrukturierung der Gesellschaft informiert, 
  • das Prinzip der Freiwilligkeit bei der Besetzung der Posten in der Frachtgesellschaft CFL-Cargo angewandt wird,
  • nach wie vor Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung gelegt und die im Tripartite-Abkommen festgehaltene Schaffung einer staatlich anerkannten „Eisenbahnschule“ schnell in Angriff genommen wird.

Der 63. Kongress des FNCTTFEL-Landesverbandes ruft alle Eisenbahner/innen auf, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und sich für gewerkschaftliche Aktionen bereit zu halten.

Luxemburg, den 17. Juni 2006

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