Gute Nachricht zur Stagezeit - Sklavenarbeit bleibt verboten!
Gute Nachricht zur Stagezeit - Sklavenarbeit bleibt verboten!
Änderungen während der Stagezeit ...
Die zuständigen Minister Biltgen und Modert haben Herz gezeigt. Im ganzen Sparwahn der Regierung haben sie sich durchgesetzt: die Sklavenarbeit bleibt verboten – vorläufig zumindest. Wenngleich die Praktikanten (Stagiaires) künftig erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Denn die ersten beiden Jahre der „Stage“-Zeit werden nur mehr mit 80% des Anfangsgehalts entlohnt.
Da in einigen Kategorien die Anfangsgehälter dadurch unter den Mindestlohn rutschen würden, zeigte die Regierung sich großzügig: der Mindestlohn soll als Gehaltsuntergrenze fungieren! Man ist ja nicht so. Vorläufig zumindest – denn der Finanzminister hat ja jüngst angekündigt, was ihm so alles an Nettigkeiten im sozialen Bereich (Index, Mindestlohn) einfällt.
Damit dieses ganze karitative Getue nun nicht doch noch zur Gewohnheit wird, hängen die Minister dann aber noch ein drittes „Stage“-Jahr hinzu, das immerhin mit 90% entlohnt wird. Der „Stagiaire“ als billiges Arbeitsmaterial sozusagen. Ein Schelm, wer denkt, die Regierung habe den Beamten hier eine verkappte Kürzung der Einstiegsgehälter untergejubelt …
Und ein hoffnungsloser Optimist, wer denkt, er selbst – da bereits seit längerer Zeit vereidigt – sei nicht davon betroffen! Pustekuchen! Falls ich Kinder habe, sind diese hiervon schon mal zu allererst betroffen, sollten sie die fixe Idee haben, sich unter diesen Umständen überhaupt noch für den öffentlichen Dienst zu interessieren. Sollten sie also tatsächlich auch in den öffentlichen Dienst eintreten, werden sie mir noch ein ganzes Weilchen auf der Tasche liegen. Andererseits riskieren die altgedienten Funktionäre in Zukunft eine ganze Menge mehr an Arbeit zu kriegen.
Da der öffentliche Dienst zusehends unattraktiver wird, darf man sich dreimal überlegen, wer denn nun die anfallende Arbeit zu erledigen hat, wenn die Rekrutierung neuer Arbeitskräfte ins Stottern gelangt.
Na, wer denn wohl? Wer bleibt denn da noch übrig um die Arbeit zu erledigen?
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