Nein zur Schliessung der Eisenbahnstrecke Ettelbrück-Diekirch - Manifestation am 8. Juli 2013
Nein zur Schliessung der Eisenbahnstrecke Ettelbrück-Diekirch - Manifestation am 8. Juli 2013
Die von den verschiedenen kommunalpolitischen Akteuren der Nordstad gewünschte Schließung der Eisenbahnstrecke Ettelbrück-Diekirch nimmt immer konkretere Formen an. Zu bedauern ist, dass der Minister für Nachhaltigkeit und Infrastrukturen Claude Wiseler, der für den öffentlichen Transport zuständig ist, sich eigentlich seiner Verantwortung entzieht und den Gemeinden es überlässt zu entscheiden, wie und mit welchem Transportmittel der Personenverkehr zwischen Ettelbrück und Diekirch in Zukunft organisiert werden soll.
Wissen jene Gemeindeverantwortlichen in der Nordstad, die für eine Schließung der traditionellen Bahnlinie sind, nicht welchen Schaden sie dem öffentlichen Transport in ihrer Region zufügen? Die LSAPMajorität in Diekirch weiß um was es geht und spricht sich für den Erhalt und die Valorisierung der Strecke aus. Dazu können wir sie nur beglückwünschen sowie überhaupt auch alle kommunale Gewählte, die für den Fortbestand der Strecke eintreten. Wie reagiert der zuständige Minister? Lässt er die Verteidiger der Strecke im Regen stehen? Schließt er sich der Meinung der Befürworter der Schließung an? Keiner weiß es. Will er seiner Linie, die er in seinen Reden vertritt, treu bleiben, den öffentlichen Transport in Luxemburg nachhaltig und umweltschonend zu organisieren, so muss er den Gegnern der Strecke eine Abfuhr erteilen. Alles andere lässt ihn nicht mehr glaubhaft erscheinen. Der Bau einer Trambahn zwischen den beiden Städten wird in Erwägung gezogen. Dass eine solche gebaut werden soll, können wir kaum glauben. Unsere Erfahrung sagt uns, dass wenn einmal die Schienen zwischen Ettelbrück und Diekirch ausgebaut sind, es zu keiner alternativen Schienenverbindung kommen und der öffentliche Personenverkehr für immer auf die Straße verlagert wird.
Eine falsche Entscheidung verhindern
Eine definitive Entscheidung diese Bahnlinie zu schließen und den öffentlichen Transport auf die Straße zu verlegen, können wir nur als verantwortungslos bezeichnen. Diekirch, Kantonalhauptstadt, Schulstadt, Gerichtsstadt, Anziehungspunkt für Touristen würde für immer vom nationalen Bahnnetz abgeschnitten. Auch der Umwelt wegen ist es verantwortungslos. Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass Lokalpolitiker in einer Zeit des Klimawandels und dem Streben nach einer nachhaltigen Transportpolitik, sich für eine Schließung einer Bahnstrecke entscheiden. Ebenso unverantwortlich ist es, dass man durch die Einstellung des Bahnverkehrs in Zeiten großer Arbeitslosigkeit abgesicherte Arbeitsplätze nicht nur hypothekiert sondert regelrecht abbaut.
Wir wehren uns gegen die Schließung
Wir erinnern daran, dass vor etwa 50 Jahren schon andere Bahnlinien in Luxemburg, die Sauerstrecke, die Attertstrecke, die Schmalspurbahnen stillgelegt wurden. Das war falsch. Immer mehr Menschen siedelten sich im Laufe der Zeit entlang diesen früheren Bahnlinien an und würden sich sicher heute auf eine komfortable und umweltfreundliche Bahnverbindung freuen.
In den 1980er Jahren kämpften wir mit Erfolg für den Erhalt, die Modernisierung und die Elektrifizierung der Nordstrecke. Dadurch, dass die CFL ab Ende 2014 den Halbstundentakt durchgehend von Luxemburg nach Ulflingen einführen wollen, wird der Wert dieser Strecke ausdrücklich bestätigt.
Die Strecke nach Diekirch ist ein nicht unwesentlicher Teil dieser Nordstrecke. So werden wir uns selbstverständlich mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften für den Erhalt und den Ausbau dieses wichtigen Teilstückes einsetzen.
Wir wissen auch, dass eine Schließung der Eisenbahnstrecke nach Diekirch, zu Überlegungen führen könnte, auch andere Antennenstrecken für den Personenverkehr stillzulegen.
Wir fordern nicht nur eine Zukunft für die Strecke nach Diekirch. Wir fordern insgesamt die Aufwertung des öffentlichen Transports auf der Schiene in der Nordstad. So durch die Wiederaufnahme des Personenzugverkehrs nach Bissen. Auch soll Diekirch mit Schnellzügen an die Hauptstadt angebunden werden.
Alle auf zur Manifestation nach Ettelbrück
Zusammen mit engagierten Politikern, befreundeten Organisationen, der Bevölkerung waren wir erfolgreich mit unseren Aktionen für die Zukunft der Nordstrecke. Im Verein mit vielen anderen Organisationen in einer gemeinsamen Plattform, zusammen mit der Bevölkerung der Nordstad, mit allen unsere Aktion unterstützenden Politkern wollen wir auch diesmal erfolgreich sein.
Die Eisenbahnstrecke Ettelbrück-Diekirch muss weiter leben mit einem attraktiven Fahrplanangebot! Wir laden euch ein, recht zahlreich an der Manifestation am Montag, den 8. Juli 2013 um 18.30 Uhr vor dem Rathaus in Ettelbrück teilzunehmen. Unsere Stimme für den Erhalt und den Ausbau der traditionellen Schiene in der Nordstad muss gehört werden.
Euer Verbandspräsident
Guy Greivelding
