Kommentar, Alphonse Classen:
Kommentar, Alphonse Classen:
CFL cargo
CFL cargo, zu 66,67 Prozent Tochtergesellschaft der CFL-Gruppe, ist 2006 durch die Verschmelzung der Güterverkehrsabteilung der CFL und der Abteilung für interne Transporte der luxemburgischen Arcelor Mittal Produktionsstandorte entstanden.
Seit ihrer Gründung, hat die CFL cargo ihre internationalen Aktivitäten stetig weiter ausgebaut.
Durch ihre strategisch günstige Lage im Herzen Europas kann die CFL cargo die europäischen Hauptrouten sowohl auf der Nord-Süd- als auch auf der Ost-West-Achse bedienen. In Kooperation mit ihren Tochtergesellschaften in Dänemark, Deutschland, Frankreich und Schweden, sowie mit dem Schwesterunternehmen CFL multimodal, kann CFL cargo Verkehrsverbindungen zu den wichtigsten Industriezentren und Häfen in Europa unterhalten.
CFL cargo bietet kundenorientierte paneuropäische door-to-door Güterbahnleistungen in ihrer ganzen Bandbreite an: Internationaler Langstrecken-Schienengütertransport, regionaler Schienengütertransport, lokale Feederdienste, Rangierarbeiten und Betreiben eines Rangierbahnhofs, sowie Transporte mit Lademaßüberschreitung.
Quelle: CFL.lu
Erwartungen sind groß
Die im Oktober 2006 gegründete CFL cargo ist seit dem 1. Januar 2007, also seit 10 Jahren operationell und feiert somit ihren zehnten Geburtstag. Der Grundstein für die Filiale wurde in der Eisenbahn-Tripartite Ende 2005 gelegt und dies nach langen Verhandlungen. Beim Landesverband gab es zwar damals auch eine Mehrheit zu diesem Ergebnis dagegen nahm der Kongress vom Syprolux das Verhandlungsresutat einstimmig an. Der CFL cargo wurde von vielen Seiten keine lange Überlebungszeit eingeräumt. Jeder schaute auf die neue Gesellschaft und jedes auch so kleine Fehlverhalten wurde angeprangert. Aller Anfang ist schwer und die Zusammenarbeit von den statutarischen Eisenbahnern, ARCELOR-Mittal Arbeitern und den neu eingestellten CFL cargo Mitarbeitern war eine große Herausforderung. Nach vielen schwierigen Verhandlungsrunden, die über viele Monate dauerten wurden am 1.Juli 2008 die Verhandlungen zum ersten Kollektivvertrag bei CFL cargo abgeschlossen. Unser Bestreben beim Aushandeln des Kollektivvertrages war es die Lohnbedingungen soweit wie möglich an die CFL Gehälter heranzuführen. Dieses Ziel wird noch immer angestrebt auch wenn wir noch ziemlich weit entfernt sind. Immerhin konnten wir als Landesverband aber wesentliche Verbesserungen im ersten Kollektivvertrag durchsetzen. Wäre es nicht im Jahre 2008 zur Krise gekommen und dadurch die Schließung des Stahlwerks von Schifflingen mit sich gezogen hat und somit ein Drittel der Transporte der Stahlindustrie verlustig gingen hätte man , so die vorsichtigen Prognosen der damaligen Direktion von CFL cargo bereits im Jahr 2009 schwarze Zahlen schreiben können.
Die damalige Belegschaft musste wiederum auf die Zähne beißen und Restrukturierungen hinnehmen und überschüssige statutarische Eisenbahner wurden an die Muttergesellschaft abgeschoben. In den Jahren 2012 und 2013 wurde der Kollektivvertrag noch einmal durchgekämmt und auch Textanpassungen gemacht. Laufbahnen wurden angepasst und eine neue Formel zur Gewährung der Sicherheitsprämie und dies auch auf Vorschlag der Delegation des Landesverbandes konnten durchgesetzt werden. Von dieser neuen Sicherheitsprämie profitieren nicht nur die Belegschaft sondern auch die CFL cargo. Kurz gesagt, seit der Einführung des ersten Kollektivvertrages im Jahre 2008 gab es abgesehen von kleinen Zuwendungen keine wesentlichen Verbesserungen für die Mitarbeiter welche sich auf dem Lohnzettel bemerkbar gemacht haben. Seit 2011 haben sich die Bilanzen der CFL cargo permanent verbessert und sind heute durchaus positiv. Die CFL cargo hat im Jahr 2015 mit dem besten Resultat seit Bestehen der Gesellschaft abgeschlossen und wir hoffen es wird auch so weitergehen.
Durch die Inbetriebnahme der Multimodalen Plattform sollten sich die Resultate noch verbessern da die Arbeitsprozesse optimiert und mehr Kapazitäten umgeschlagen werden können. Diese hochmoderne Multimodale Plattform wurde gebaut um eine an ihre Grenzen gekommene zu ersetzen und um den Standort Bettenburg als zukünftige Drehscheibe im Multimodalen Bereich auszubauen. Die Wirtschaftsprognosen für unser Land zeigen eine positive Entwicklung auf. All dies wäre nicht möglich gewesen wenn nicht die gesamte Belegschaft der CFL cargo diese Höhen und Tiefen in den letzten zehn Jahren mitgemacht und alle Herausforderungen mitgetragen hätte.
Auf beiden Seiten wurde viel geleistet und dies verdient auch auf beiden Seiten Anerkennung. Darum haben die damals vier unterzeichneten Gewerkschaften im Juli 2016 der Direktion der CFL cargo schriftlich einen Forderungskatalog zukommen lassen. In diesem haben wir der Direktion mitgeteilt dass es an der Zeit ist den bestehenden Kollektivvertrag zu verbessern. Eine erste Runde fand am 22. November statt und eine weitere ist noch vor Weihnachten und zwar am 23. Dezember 2016 vorgesehen. Geburtstagsgeschenke und pompöse Feiern haben den Nachgeschmack, dass diese schnell aus dem Alltag verschwinden werden.
Darum ist es wirklich an der Zeit, dass dem gesamten Personal eine Anerkennung zu Teil gebracht wird die ihr im gegenseitigen Respekt zuerkannt wird. Nur eine gute Zusammenarbeit zwischen Direktion und Belegschaft lässt die CFL cargo weiter wachsen. Und um diese Einheit weiter zu gewährleisten ist es unbedingt angebracht, dass die Verhandlungen des Kollektivvertrages in einem fairen Dialog ablaufen und der Belegschaft die nötige Anerkennung für die alltägliche und während den zehn Jahren geleistete Arbeit zuerkannt wird. Unter unserem Motto „ Zesumme stark „ werden wir diese Herausforderung meistern.
Alphonse Classen
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