Exekutivausschuss der ETF
Exekutivausschuss der ETF
Exekutivausschuss der ETF
„Stoppt die Gewalt gegen Transportarbeiterinnen in ganz Europa“
Im Vorfeld des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der am 25. November in der ganzen Welt gefeiert wird, beriet der ETF-Exekutivausschuss den ETF-Bericht über Gewalt am Arbeitsplatz gegen Transportarbeiterinnen und setzt sich entschieden für eine gewaltfreie Transportindustrie in Europa ein. Selbstverständlich unterstützt der Landesverband diese Aktion.
Der ETF-Exekutivausschuss ergreift diese Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass Frauen im Transportsektor nach dem oben genannten Bericht einem hohen Maß an Missbrauch, Bedrohung, Einschüchterung und offensiven Verhalten ausgesetzt sind.
Der ETF-Exekutivausschuss stellt fest, dass dieser Bericht der erste seiner Art in Europa ist, zu dem mehr als 1400 Transportarbeiterinnen aus ganz Europa beigetragen und ihre Erfahrungen mit körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt am Arbeitsplatz ausgetauscht haben.
Der ETF-Exekutivausschuss findet es schockierend, dass 63 % der Befragten in jüngster Zeit mindestens eine Gewalttat erlebt haben, dass 25 % der Befragten glauben, dass Gewalt gegen Frauen im Transportsektor regelmäßig vorkommt, und dass 26 % der Befragten der Ansicht sind, dass Belästigung in Transportsektor „zum Job dazu gehört“.
Der ETF-Exekutivausschuss bekennt sich nachdrücklich zu seinem Engagement für die Verhütung und Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Frauen, die im Transportsektor beschäftigt sind. Dieses Engagement wird auch in Zukunft Kern unserer ETF-Kampagne „Fair Transport for Europe“ sein.
Der ETF-Exekutivausschuss ermutigt alle ETF-Mitgliedsorganisationen, aufzustehen und sich für gewerkschaftliche Maßnahmen zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt am Arbeitsplatz einzusetzen und dafür zu kämpfen.
Daher fordert der ETF-Exekutivausschuss ein uneingeschränktes Engagement der Sozialpartner und der EU-Institutionen bei der Bekämpfung jeglicher Formen von Gewalt und Belästigung im Transportsektor.
Der ETF-Exekutivausschuss erkennt die Bedeutung einer starken, klaren und abschreckenden Gesetzgebung in dieser Hinsicht an und fordert die politischen Entscheidungsträger auf EU-Ebene auf, eine entsprechende umfassende Untersuchung auf europäischer Ebene durchzuführen. Dies wird als Grundlage für künftige rechtliche Initiativen dienen.
Der ETF-Exekutivausschuss begrüßte die Einrichtung der Plattform for Change – Women in Transport zur Stärkung der Beschäftigung von Frauen sowie der Chancengleichheit von Frauen und Männern im Transportsektor, die am 27. November 2017 eingeführt werden soll, und bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass diese Struktur sinnvolle Schritte zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz unternehmen wird.
Der ETF-Exekutivausschuss fordert die EU-Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, die das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt noch nicht ratifiziert haben (Istanbulkonvention), den Prozess zu beschleunigen.
Der ETF-Exekutivausschuss ruft die EU-Mitgliedstaaten auf, die Annahme eines IAO-Übereinkommens, unterstützt durch eine Empfehlung, zum Thema "Gewalt und Belästigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt" zu unterstützen, welches einen Schwerpunkt auf die geschlechtsspezifische Dimension von Gewalt legt.
BZ: Auch Verbandspräsident Georges Merenz (6. v.l.) sicherte den Frauen im Transportsektor die Unterstützung der FNCTTFEL zu
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