Bilanz Sprechstunde
Bilanz Sprechstunde
Bilanz Sprechstunde
Resultat durchaus
positiv
Ende Januar organisierte die lokale Personaldelegation aus dem Atelier Central in Zusammenarbeit mit dem Sektor Eisenbahnen und der Verbandsleitung eine Sprechstunde für die Belegschaft des Atelier Central. Viele Mitarbeiter fanden sich auf dem früheren “Dancefloor“ ein um mit den Vertretern des Landesverbandes zu diskutieren und ihre Punkte vorzubringen.
Am Mittwoch den 8.Mai 2018 war es dann so weit um Bilanz zu ziehen. Direktor Marc Hoffmann ließ es sich nicht nehmen an diesem Austausch teilzunehmen. Ihm zur Seite standen die Herren Marc Schaeffer und Luc Schmalen. Die Delegation des Landesverbandes setzte sich zusammen aus den Kameraden Georges Merenz, Laurent Bour, Carlo Thissen, Alphonse Classen Christian Kremer, Roy Thinnes und Claude Wanderscheid.
Eingangs wurde von Seiten der Direktion festgestellt, dass einige Punkte auf den tragischen Unfall in der Werkstätte zurückzuführen seien. Nachfolgend wurden die einzelnen Punkte behandelt
Informationen über Neuerungen werden nicht richtig mitgeteilt
Man werde versuchen den Informationsaustausch in den „Cascaden“ zu verbessern. Die Informationen sollten nicht den einzelnen Mannschaften gefiltert werden.
Es sollte garantiert sein, dass alle dieselben Informationen erhalten sollen.
Es erfolgt keine richtige Einweisung des Personals, dies gilt auch für die Handhabung der Sicherheitsinstallationen
Die Direktion der Werkstätte wird hierfür beim Verantwortlichen vorsprechen um dies wieder wie es in der Vergangenheit gehandhabt wurde zu gewährleisten. Die anderen Einweisungen werden von der Formation gewährleistet und auch dokumentiert.
Beim Vorheizen in den Arbeitsgruben sind die Notschalter nicht gut erreichbar
Diese Maßnahme, ein Produkt aus den Schlussfolgerungen des Unfalls sollen bis spätestens 31 Dezember 2018 umgesetzt sein.
Die Hebebühnen und fahrbare Arbeitsbühnen stellen ebenfalls ein Sicherheitsproblem dar
Man werde versuchen dieses Problem soweit wie es möglich ist in den Griff zu bekommen. Claude Wanderscheid bemerkt, dass es im CRR eine Arbeitsbühne gibt die zwar mit Kette und Schloss gesichert ist. Der dazu gehörige Schlüssel befindet sich nicht an der vorgesehenen Stelle. Die Direktion wird dies nachprüfen.
Keine Sicherheitsminuten mehr oder nur in einigen Bereichen, Versenden von Sicherheitsflash’s und Aufhängen von Plakaten, Sicherheit wird nicht aktiv
vermittelt
In allen Abteilungen werden seit zwei Monaten monatlich „Safety Session“( bis zu 15 Minuten) zu einem spezifischen Thema abgehalten und es wird auch festgehalten wer daran teilgenommen hat. Der Aushang der Sicherheitsflash’s soll verbessert werden.
Wenn Sicherheitskonferenzen abgehalten werden, dann im lauten Umfeld der Werkstätte
Man werde versuchen, dies soweit wie es möglich ist zu vermeiden.
Die Mitarbeiter haben das Gefühl, dass man sich nur auf die Teilnahme am CFL-Sicherheitstag beschränkt
Die Direktion bedauert, dass bei der Belegschaft dieses Gefühl entstanden ist. Alle oben aufgeführten Maßnahmen beweisen aber, dass man dieses Gefühl nicht mehr haben muss.
Man versucht nur gezielt den Schuldigen eines Zwischenfalls zu suchen
Die Direktion kann diese Behauptung auf keinen Fall teilen. Natürlich muss man nach einem Zwischenfall oder einem Unfall einen „Ursachenbaum“ erstellen um die Tatbestände aufzuführen und dies um zukünftige Unfälle zu vermeiden. Dies sei eine gesetzliche Verpflichtung. Bedauerlich, sei aber, dass trotzdem alle Parteien ihre Regeln eingehalten hatten es trotzdem zum Unfall gekommen sei.
Probleme eines Lampenwechsels auf der Vorderfront einer Lok welche sich auf einer Arbeitsgrube befindet
Hierzu seien zwei fahrbare Kreitzler Hebebühnen angeschafft worden um diese Arbeiten zu verrichten. Wenn noch zusätzliche Arbeitsbühnen benötigt werden werde man diese anschaffen.
Viele Prozesse lassen ein produktives Arbeiten nicht mehr zu, so z.B. dass die Materiallager ab einer gewissen Uhrzeit nicht mehr Ersatzstücke herausgeben können (über die Feiertage konnte somit Zugmaterial nicht instandgesetzt werden)
Seit Mitte März habe man den „Chef Equipe“ den Zugang zu zwei Ersatzteillagern gegeben und dies als Zwischenlösung. Das dritte Lager muss mit speziellen Entnahmevorrichtungen bedient werden welche nicht von jedem bedient werden können ohne vorherige Prüfung. Man hat Lagerverwalter in der Logistik eingestellt und somit hat sich die Lage bereits verbessert. Man denkt auch daran sogenannte „Pack-Up Stationen einzurichten damit die Mitarbeiter zu speziellen Gerätschaften Zugang haben.
Auch müssen Handwerker herhalten um Lastwagen von Lieferanten zu entladen
Dies soll dann nicht mehr vorkommen.
Prozeduren bei Feueralarm in der Nacht nicht eingehalten, Prozeduren nicht bekannt, Astreinte wurde nicht gerufen
Man könne sich das nicht erklären. Man werde den Vorfall untersuchen. Die Ursachen der Fehlalarme in den letzten Monaten wurden behoben. Man werde versuchen zukünftig Tests mit Feuerübungen zu verbinden. Alle Mitarbeiter sollen sich an die Regeln halten wie sie vorgesehen sind wenn ein Alarm ausgelöst wurde. Die „Consignes d’incendie“ sind beinahe fertig gestellt.
Handwerker unter Grad A3 sollen als Chef de Sécurité ausgebildet werden z.B. Nachtschlosser die eventuell nicht anwesend sind. Hier wurden Ausbildungen bereits eingeplant
Man werde das Ganze noch einmal überprüfen. Die Delegation des Landesverbandes versteht nicht, dass Aufgaben der früheren Lokleitung auf Handwerker die eventuell nicht anwesend sind übertragen werden. Hier muss noch nach Lösungen gesucht werden.
Parkprobleme bei Wegfall von Parkplätzen resp. wie kommen Mitarbeiter um 16 Uhr nach Schichtende nach Hause
Man werde versuchen auf den Restflächen
Fremdbenutzer durch Zugangskontrolle auszuschließen. Alle Mitarbeiter sollen soweit es möglich ist auf den öffentlichen Transport zurückzugreifen.
Tauben, Ratten und Mäuse verursachen aggressive Verunreinigungen, warum wird der Zugang nicht versperrt?
Man habe mit einer externen Firma Kontakt aufgenommen welche sich dem Taubenproblem annimmt.
Toiletten und Duschen müssen besser gereinigt werden, insbesondere wegen der intensiveren Nutzung durch den Schichtbetrieb. Haare befinden über Tage in den Abflüssen der Duschen
Es sind ab jetzt montags, mittwochs, freitags und samstags jeweils am Morgen Reinigungen vorgesehen. Etwaige Unregelmäßigkeiten beim Reinigen sollten unbedingt der lokalen Dienststelle CCM gemeldet werden.
Beim Ein und Ausbadgen müsste bei Schichtanfang und dementsprechend am Ende der Schicht eine gewisse Zeitspanne vorgesehen sein um einen großen Personenstrom bei Schichtanfang respektive -Ende zu verhindern
Bei Verspätungen(z.B. Züge) sei ein spezieller Code einzutragen der dem Rechnung trägt. Bei Schichtarbeitern sollte man unbedingt dem Faktor Ablösegespräch Rechnung tragen. Seit November testet bereits eine Division das Badgen.
Prämien für spezielle Ausbildungen (besondere Verantwortung), z. B. Kesselprüfer, Achsenkontrollen und dergleichen
Ausbildungen werden als Arbeitszeit angerechnet und werden somit nicht vergütet.
Beim Vorheizen fehlen klare Richtlinien oder sind nicht mehr bekannt
Hier gibt es klare Regeln die einzuhalten sind. Gegebenenfalls müssen Auffrischungskurse abgehalten werden.
Zugsammelschiene Kabel mit Vorrichtung am Fahrzeug sperren
Hier wird noch einmal Rücksprache mit den Verantwortlichen genommen.
Sehr großes Problem zwischen Chefetage und der Basis, insbesondere bei der Kommunikation (1.Etage und Werkstätte)
Das A und O einer guten Kommunikation ist natürlich nicht nur was man übermittelt aber auch in welchem Ton man miteinander redet. Die Direktion wird sich diesem Thema auch annehmen. Auch sollte man gegenseitige Anschuldigungen vermeiden.
Aufrüsten der Werkstätte mit 1. Hilfekasten (z. Bsp. in regelmäßigen Abständen) bei jedem Gleis)
Zusätzliches Material kann angeschafft werden bei Bedarf.
Erdungsstange auch bei automatischer Erdungsvorrichtung einhängen (gefühlte Sicherheit).
Die automatische Erdung ist zertifiziert und arbeitet nur wenn sie fehlerfrei ist. Unnötige Erdungsstangen können nicht zu mehr Sicherheit beitragen.
Bei Versetzungen auf persönlichen Wunsch bisweilen auch über sehr lange Fristen, keine Folgeleistung der Hierarchie.
Versetzungen können nur durchgeführt werden wenn der Dienststelle Ersatz zur Verfügung gestellt wurde und die jeweiligen Fristen eingehalten wurden.
Keine einwandfreie respektiv vollständige Kennzeichnung der Notschalter.
Die Kennzeichnung der Notschalter wurde ausgeführt.
Bemerkung: Diese Info kann nicht bis in das letzte Detail alle Punkte hervorbringen. Es ist aber sicher, dass die Direktion auf die vorgebrachten Punkte eingegangen ist und man kann das Resultat als durchaus positiv betrachten. Sollten sich noch Fragen zu diesem Info stellen bitte bei der lokalen Personalvertretung nachfragen.
Christian Kremer,
Fränk Schwarz,
Roy Thinnes
Die Personalvertretung des FNCTTFEL Landesverband
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