Editorial; Fernand Schiltz
Editorial; Fernand Schiltz
Ein Sommerloch das keins war !
Liebe Leserinnen und Leser des Signals erlauben Sie mir, kurz vor der „ Rentrée“ eine Zusammenfassung der Sommermonate zu wagen. Die Ferienzeit in Luxemburg, wie auch in anderen europäischen Ländern, ist durch viel Stillstand gekennzeichnet, dies mit Ausnahme des Individualverkehrs der Dank Kollektivurlaub, Schulferien und Jahresurlaub wieder zügig und fließend über unsere Straßen rollt.
Jedoch gestaltete sich der Sommer 2018 irgendwie anders als seine Vorgänger. Er zeigte uns deutlich auf, wie menschliches Handeln einerseits, und Untätigkeit andererseits negative Folgen für unsere Entwicklung und die Entwicklung unseres Landes haben können.
Klimawandel hausgemacht!
Die anhaltende Hitzewelle die als zweiter Jahrhundertsommer bezeichnet wurde, und erst vor einigen Tagen durch mildere Temperaturen mit ersten Niederschlägen beendet wurde, hat uns deutlich unsere Grenzen gegenüber Naturphänomenen aufgezeigt. Die anfängliche Freude an der immerwährend vom Himmel strahlenden Sonne mit stetig hohen Temperaturen verflog schnell. Missernten in der Landwirtschaft, europaweit verheerende Waldbrände, den Tourismus störende Blaualgen, die angeschlagene Gesundheit besonders unserer älteren Mitbürger/innen und die Nachricht vom rapiden Schmelzen des ewigen Eises in der Antarktis zeigen deutlich auf wie schnell Eingriffe unsererseits in die natürlichen Abläufe sich verheerend auf unser Leben auswirken können.
Eine nie endende Flüchtlingsdiskussion in Europa.
Ob CSU Minister Horst Seehofer, Italiens Innenminister Salvini, um nur diese beiden rechtsgerichteten Politiker zu erwähnen, man wurde nicht müde Angst vor Überbevölkerung zu schüren und Armut in den eigenen Ländern gegen Hunger und Krieg in Dritt Ländern aus zu spielen. Schließlich stehen in Bayern Landtagswahlen vor der Tür mit einer immer stärker werdenden rechtsradikalen AfD und die rechtsradikale Lega Nord möchte ihre Machtposition in Italien festigen. Dem Gebot Menschen in Not zu helfen und der historischen Tatsache, dass wir alle irgendwann Flüchtlinge waren und alle einen Migrationshintergrund haben, wurde jedoch nur am Rande Rechnung getragen.
Vom fairen Handel zum Handelskrieg.
Der Landesverband war in Luxemburg mit anderen ONG’s Vorreiter einer europaweiten Petition um Handelsverträge transparenter und offener zu gestalten, ohne soziale Einbußen befürchten zu müssen. Diese Petition wurde erfolgreich an das europäische Parlament verschickt um dort diskutiert zu werden. Der amerikanische Präsident jedoch hat ganz andere Pläne und eingegangene Verpflichtungen und Abkommen kümmern Ihn nicht. Heute bestehen Handelskriege der USA mit China, der Türkei, Japan sowie der EU und mit dem Iran über das Atomabkommen. Von gemeinsamen Handelsverträgen und fairen Handelsbedingungen wird schon lange nicht mehr gesprochen.
„ Zesumme Staark“
Betrachtet man diese sommerpolitische Wetterlage und die Tatsache, dass wir kurz vor den Landeswahlen stehen, so soll unser Leitmotiv das „Zesumme staark“ auch die Antriebsfeder für die sozialpolitische Rentrée sein. Zusammen bedeutet den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen und mit Solidarität und Zusammenhalt für eine gerechtere Welt zu sorgen. Eine Welt die wir nachhaltiger und offener gestalten müssen. Dies sind wichtige Eckpfeiler unserer zukünftigen Politik im Hinblick auf die anstehenden Sozialwahlen im öffentlichen Dienst, die Kollektivvertragsverhandlungen bei der Tram und zukünftige Herausforderungen bei der Eisenbahn. Nur zusammen sind wir stark. Und übrigens macht es Spaß in einem solidarischen Team zu arbeiten.
Haben Sie es schon ausprobiert?
Editorial,Fernand Schiltz
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