Kommentar,Georges Melchers " Die Anfänge"
Kommentar,Georges Melchers " Die Anfänge"
Die Anfänge
Die Gründung der Gewerkschaften geht bis ins 19. Jahrhundert zurück.
Die ersten Gewerkschaften wurden gegründet, um den wandernden Handwerksgesellen bei Krankheit und Sterbefall beizustehen. Das Wirkungsfeld der Gewerkschaften breitete sich jedoch weiter aus. Mit der steigenden Unzufriedenheit der Arbeiter kommt es zu den ersten Protestbewegungen. In zahlreichen Briefen an die Arbeitgeber und Behörden bringen die Menschen ihre Unzufriedenheit und ihren Ärger zum Ausdruck.
Es kommt zu ersten Streiks und Boykottaktionen von Handwerkergesellen und Eisen--bahnbauarbeitern. Die Gewerkschaften vermittelten und sie wurden so zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Diese Rolle als Vermittler und Botschafter ist bis heute gleich geblieben.
Damals wie heute spielen die Gewerkschaften in unserem Berufsleben eine wichtige Rolle. Das Aushandeln besserer Arbeitsbedingungen, mehr Sicherheit am Arbeitsplatz, höhere Löhne um nur einige Beispiele zu nennen, ist in unseren Regionen fast eine Selbstverständlichkeit geworden.
In vielen Ländern der Erde gibt es keine Gewerkschaften. Kein Rückhalt und keine Vertragsverhandlungen. Diese Selbstverständlichkeit, dass die Gewerkschaften sich für die Arbeitnehmer einsetzen, wird uns nur erhalten bleiben, wenn wir solidarisch - Arbeitnehmer und Gewerkschaften - gemeinsam an einem Strang ziehen.
Frei nach dem Motto „Zesumme staark“.
Plädoyer für die Gewerkschaft
Die Gewerkschaften sind in den Betriebsräten vertreten und probieren die bestmöglichen Tarifverträge auszuhandeln und haben dabei die Verbesserung von Arbeitnehmerbedingungen ständig im Blick. Die Macht, sowie das Durchsetzungsvermögen der Gewerkschaften hängen jedoch sehr von der Mitgliederzahl ab. Je mehr Mitglieder eine Gewerkschaft aufzuweisen hat, umso leichter fällt es ihnen, gemeinsame Interessen beim Arbeitgeber durchzusetzen.
Außerdem stehen die Gewerkschaften ihren Mitgliedern auch in anderen Situationen beratend zur Seite, beispielsweise bei Mobbing oder betriebsinternen Problemen.
Seit 20 Jahren bin ich Mitglied in der Gewerkschaft und die Arbeit sowie der Einsatz für unsere Mitglieder haben mich immer beeindruckt. Öfters wurde mir die Frage gestellt, wie und wo sich die Gewerkschaften für die Arbeitnehmer einsetzen, da es manchen so vorkommt, als würde alles beim Alten bleiben, die Arbeitsbedingungen sich nicht ändern und der Arbeitsalltag immer schwerer zu meistern sein.
Es ist nicht zu verneinen, dass sich in heutiger Zeit, die Verhandlungen immer schwieriger gestalten und es nicht immer leicht ist, sich mit dem Patronat zu einigen. Einige Dialoge verlaufen manchmal zäh und am Ende können die Parteien keine Einigung finden.
Die Unzufriedenheit und die Forderungen der Arbeitnehmer werden durch Protestaktionen oder mit einem Streik zum Ausdruck gebracht und gerade dann ist es unbedingt notwendig, dass die Mitglieder hierbei die Gewerkschaften mit ihrer Präsenz unterstützen. Bedingt durch eine große Anteilnahme der Mitglieder gewinnt die Aktion an Aufmerksamkeit.
Die Treue und Solidarität zur Gewerkschaft wird jedes Jahr mit einer Jubilarenfeier begangen und dies seit dem Bestehen des Landesverbandes. Ebenfalls werden die Mitglieder der einzelnen Vereinigungen für ihre 20, 30 und 40 jährige Treue sowie die Ruheständler, welche bereits 50, 60 und 70 Jahre Mitglied im Landesverband sind, geehrt.
Nur durch einen gemeinsamen Zusammenhalt ist es möglich auch in Zukunft Verbesserungen in unserem Berufsleben zu erkämpfen und dies gemäss dem Motto: Zesumme staark!
Der Landesverband versucht jeden Tag aufs Neue, unsere Arbeitswelt zu verbessern und ich bin stolz ein Teil davon zu sein.
Georges Melchers
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