Editorial: Georges Merenz 04/2020
Editorial: Georges Merenz 04/2020
Werte Leser,
In diesen schwerwiegenden Zeiten der sanitären COVID-19 Krise, möchten wir euch allen als Landesverband ein großes Dankeschön aussprechen. Fangen wir diesmal mit jenen an welche zu Hause bleiben müssen. Die Entscheidung der Regierung über Wochen zu Hause zu bleiben ist sicherlich nicht einfach einzuhalten, jedoch soll diese Maßnahme dazu dienen eine weitere Ausbreitung von COVID-19 zu verhindern. Dazu kommt, dass für einige von uns, Lohneinbußen bedingt durch den « Chômage partiel » zu verkraften sind.
Ebenfalls ein großes Dankeschön an diejenigen welche ihre Arbeit mit nach Hause nahmen um von dort aus über Telearbeit, die notwendigen Arbeiten zu verrichten, um den Betrieb weiter am Laufen zu halten. Die Telearbeit wurde über Nacht auf vielen Dienststellen ohne genaue Anwendungsverfahren eingeführt. Sie wird aber nach der COVID-19 Krise sicherlich ein täglicher Bestandteil der Arbeitswelt bleiben. Es obliegt den Gewerkschaften die Verfahren bezüglich der Telearbeit mit den Verantwortlichen der Betriebe zum Schutz der Mitarbeiter auszuarbeiten und somit soziale Errungenschaften zu erhalten respektive zu verbessern. In einer digitalen Welt, die permanent online ist, muss besonders das Recht auf Unerreichbarkeit gewahrt werden.
Vor allem geht unser größtes « MERCI » an all diejenigen, welche täglich in erster Reihe in Kontakt mit Kunden stehen sowie Erkrankte pflegen müssen. Sie arbeiten trotz besonderen Schutzmaßnahmen in ständiger Furcht sich auf dem Arbeitsplatz mit COVID-19 anzustecken und sich selbst und ihre Familien damit in Gefahr zu bringen. Trotz diesen Ängsten stehen sie jeden Tag ihren Mann und Frau und erledigen ihren Dienst. Ein großes Lob und Hochachtung an sie alle.
Auch der CFL-Direktion muss größte Anerkennung ausgesprochen werden. Es ist nicht einfach eine solch schwere sanitäre Krise zu meistern und die richtigen und nicht alltäglichen Endscheidungen zu treffen. Auch unter diesen widrigen Bedingungen verlief der Sozialdialog mit den Sozialpartnern stets exemplarisch. Leider sind nicht immer alle Endscheidungen unter solchen Bedingungen für den einzeln nachzuvollziehen.
Die sanitäre Krise hat aber auch viele gesellschaftliche Folgen mit sich gebracht. Alle größeren Veranstaltungen sind bis auf weiteres seitens der Regierung verboten. So mussten wir viele Generalversammlungen unserer Vereinigungen absagen sowie auch unsere 1. Mai-Feier.
Ist doch die 1. Mai-Feier ein wichtiges gewerkschaftliches Datum für den Landesverband. Hier analysieren wir die politische Lage des Landes und legen unsere Forderungen dar. Dieses Jahr werden wir dies in der Mai Ausgabe des Signals tun. Eines aber schon vorab: Die Corona Krise hat neben dem Einsatz unserer Politiker, welche auf viele freiwillige Arbeit unserer Mitbürger zählen konnten, auch viele Mängel in unserer Gesellschaft zu Tage gebracht.
Demnach sollten wir diese Krise auch als Chance sehen. Sie ruft vielen Bürgern den Wert von Freiheit, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Transparenz und den Grundsatz der Gleichheit ins Gedächtnis.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine gute Gesundheit.
Georges Merenz, Präsident
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Editorial 04 2020
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