Editorial :17/09 Georges Merenz
Editorial :17/09 Georges Merenz
„Vakanz Doheem“
Was würde sich zu den diesjährigen Ferien zu Hause besser anbieten, als den öffentlichen Transport zum Erkunden des eigenen Landes, zu gebrauchen. Viele von uns nutzten das Angebot ihre Ferien in Luxemburg mithilfe des Übernachtungsgutscheins der Regierung zwecks Ankurbeln der nationalen Tourismusbranche, zu verbringen.
Und somit wird uns wieder bewusst, welche Vielfalt von schönen Gegenden unser Land doch zu bieten hat. Zum Beispiel wären da das Müllerthal, unsere Burgen, der Echternacher See, die Red Rock Region um nur einige neben vielen weiteren schönen Landstrichen, aufzuzählen.
Nicht zu vergessen sind unsere unzähligen Hotels, welche vor der Krise fast ausschließlich auf eine internationale Klientel ausgelegt waren und die diesen Sommer auf nationale Gäste zählen konnten. Ihnen wurde durch die Gutscheine viel unter die Arme gegriffen. Dem luxemburgischen Staat sei dazu ein großes Lob ausgesprochen, jedoch dürfen andere Berufszweige nicht vergessen werden. Die Covid-19 Krise darf definitiv nicht zur sozialen Krise werden.
Ist man nun schon dabei, seine Ferien im eigenen Land zu verbringen, so stellt sich unweigerlich die Frage, ob man nicht für einige Tage auf sein eigenes Automobil verzichten sollte und den öffentlichen Transport oder sogar das Fahrrad nutzen sollte? Damit würde man ökologische Akzente setzen, welche auch unser eigenes Verhalten in Zukunft beeinflussen sollten.
Dabei fällt natürlich ArcelorMittal wieder total aus der Rolle. Statt mehr Güter über das Schienennetz zu transportieren, beabsichtigt ArcelorMittal doch ernsthaft entgegen ihren Werbeversprechen in Frankreich, wieder einen Großteil des Frachtvolumens in Luxemburg auf die Straße zu verlagern. Da dies für uns absolut nicht tragbar ist, werden wir deshalb in den nächsten Tagen beim Wirtschaftsminister zu einem bereits vereinbarten Termin vorstellig.
Es sollte auch mehr als eine Überlegung wert sein, dass Betriebe welche dank der Covid-19 Krise profitieren oder sich sogar unter dem Vorwand der Krise sanieren, um ihre Gewinne auf Kosten der Belegschaft zu optimieren, sich verstärkt solidarisch verpflichten müssten. Dies sollte den wirklich in Not geratenen Betrieben helfen, um zu Überleben.
Es steht uns also ein warmer Herbst vor der Tür, auch deshalb ist es für uns alle wichtig, einige Tage vom täglichen Trott, Abstand zugewinnen und neue Energie zu tanken.
Georges MERENZ
Präsident
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Edito
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