Kommentar:17/09 Georges Melchers
Kommentar:17/09 Georges Melchers
Schwierige Zeiten
für die luxemburgische Wirtschaft
Die Folgen der Pandemie haben viele
Betriebe in Luxemburg hart getroffen. Der Lockdown hat trotz Finanzhilfen vom Staat, viele hart
getroffen.
Betriebe sind am Kämpfen, viele versuchen das Unmögliche. Aufgeben ist keine Option ! Jedoch, sieht man sich die Innenräume der Läden, Restaurants oder Reisebüros an, wird man eines Besseren belehrt. Die Folgen der monatelangen Schließungen sind vorhersehbar. Existenzen stehen auf dem Spiel.
Auch wenn sie den Lockdown noch überstanden haben, sorgen sie sich vor den Herbst- und Wintermonaten, die dieses Jahr besonders schwierig sein könnten, keiner weiß wie es weitergeht. Viele stellen sich die Frage, ob sich das noch rechnen wird? Nicht nur jüngere Unternehmen kommen ins Schwanken. In der Presse konnte man lesen, dass im Jahr 2019 die Zahl der Insolvenzen um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.
Wie werden die Zahlen Ende 2020 für die Wirtschaft aussehen?
Der Handel in der Krise
Laut der Luxemburger Statistikbehörde „Statec“ lag die Arbeitslosenquote bei 6,6 Prozent. Die Zahl der Arbeitssuchenden in Luxemburg ist innerhalb eines Jahres um 26,1 Prozent gestiegen.
Nicht nur Unternehmer und Investoren machen sich Gedanken über ihre Zukunft. In vielen Unternehmen ist Kurzarbeit angesagt, um zu retten was noch zu retten ist.
Leider müssen viele Arbeitnehmer mit Einkommensverlusten, ihren Lebensunterhalt bestreiten. In Folge der Corona Krise erwarten Unternehmen einen Umsatzrückgang zwischen 10 und 50 Prozent.
Die Regierung hat einige Maßnahmen zur unmittelbaren Bewältigung der Krise eingeführt.
So steht einem Selbständigen eine steuerfreie Beihilfe von 2.500 Euro zur Verfügung. Für Betriebe mit 9 Arbeitnehmern eine Summe von 5.000.- Euro und einer Firma mit 10 bis 20 Mitarbeitern 12.500.- Euro.
In Luxemburg greift man in der Corona Krise auch auf das sogenannte Kurzar-beiterentgelt zurück.
Das bedeutet, dass 80 Prozent der Arbeitnehmerentgelte vom Staat übernommen werden. Zur Überwindung der Covid-19 Rezession hat der Staat Förderungen bis zu Euro 800.000.- je Unternehmen angeboten. Diese Förderungen gehen an Unternehmen die in Digitalisierung und Umweltschutz investieren.
Aber nicht nur der Staat hat sich eingesetzt, sondern aus einer Not ge-boren, haben sich die Arbeitgeber über soziale Medien zusammenge-schlossen. Daraus entstanden mehrere Online-Plattformen, mit denen dem lokalen Handel in der Krise geholfen werden konnte.
Die Situation in denen sich Kleinunternehmer und Handel befinden ist bei weitem nicht einfach und es ist zu hoffen, dass Ende des Jahres, unsere Politik auf einen weiteren Lockdown verzichten kann. Um dies zu verhindern, sind wir alle gefordert.
Es hat sich jedoch gezeigt, jede Krise bietet Chancen.
Georges Melchers
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