Kommentar Georges Melchers 10/2020 Kein Ende in Sicht
Kommentar Georges Melchers 10/2020 Kein Ende in Sicht
Kein Ende in Sicht
Anfang September hatte fast jeder die Hoffnung, dass sich die Krise dem Ende zuneigen wird. Nach den Schulferien belehrte uns die Lage eines Besseren. Die Lockerung der Maßnahmen, gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatten nicht den erzielten Erfolg.
Weltweit mussten wieder strengere Maßnahmen getroffen werden, um die Ausbreitungen des Coronavirus einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen. In Frankreich werden wieder Bars und Restaurants ihre Türen schießen. Ein weiterer Lockdown ist für die französische Regierung nicht mehr ausgeschlossen. Doch momentan wird alles unternommen um dies zu verhindern. Durch die steigenden Infektionszahlen macht man sich in Deutschland Gedanken, was man unternehmen muss um diese wieder bestmöglich auf ein niedrigeres Niveau zu bringen. All diese Maßnahmen, werden wieder negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in ganz Europa haben. Die erwünschte Normalität distanziert sich wieder ein Stück von uns. Jeder macht sich Gedanken über die Zukunft.
Wirtschaftliche
Schieflage
Seit der Corona-Krise hört man fast nur noch negative Schlagzeilen in der Presse. Viele Betriebe schreiben rote Zahlen seitdem das Virus um sich geht. Der Handel von Waren läuft während der Krise sehr schlecht, mit Auswirkungen auf den Gütertransport.
Viele Betriebe mussten für Monate schließen. Entlassungen und Umstrukturierungen oder gar Sanierung von Betrieben sind Schlagwörter die immer öfter benutzt werden, um den Mitarbeitern zu vermitteln, dass sie sich in nächster Zukunft finanziell nichts zu erwarten haben.. Bei vielen kleinen Betrieben wächst seit Monaten der Schuldenberg und die Einnahmen schrumpfen weiter.
In der Luftfahrt machen sich die Auswirkung der Krise ebenfalls bemerkbar. Die nationale Fluggesellschaft „Luxair“ ist von der Krise extrem betroffen. Mitarbeiter werden in einer „cellule de reclassement“ aufgefangen. Hier kämpfen Gewerkschaften, unter anderem der OGBL, um die Lage der Mitarbeiter bestmöglich abzusichern und Entlassungen zu verhindern. Allein bei der Fluggesellschaft „Luxair“ sind 600 Arbeitsplätze betroffen.
Und wäre dies nicht genug, kommt zusätzlich zu den wirtschaftlichen Problemen, die Misere der hohen Miet- und Immobilienpreisen dazu.
Diese Problematik ist in Luxemburg seit einigen Jahren bekannt und die Politik sucht ständig nach Lösungen.
Man hört oft, dass Betriebe finanzielle Unterstützung bekommen, doch wie sieht es für private Haushalte aus, wenn die es nicht mehr schaffen die Mietkosten rechtzeitig aufzutreiben?
Die aktuellen Zahlen an Corona-Erkrankten sind ständig am Steigen. Die aktuelle wirtschaftliche Lage würde einen weiteren Lockdown nicht mehr verkraften. Es gilt diesen auf jeden Fall zu verhindern zum Wohle unserer Wirtschaft. Klein und mittelständige Betrieben würde andernfalls die Luft ausgehen. Stellenstreichungen und Erhöhung der Arbeitslosenzahlen wären der bittere Nachgeschmack eines neuen Lockdowns.
In der Nacht von Samstag, 24. Oktober 2020, auf Sonntag, 25. Oktober 2020, werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt.
Könnten wir die Uhren nicht nur um eine Stunde, sondern um ein paar Monate zurückstellen, was würden wir alles anders machen?
Georges Melchers
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