Kommentar Georges Melchers 11/2020 Schwierige Zeiten!
Kommentar Georges Melchers 11/2020 Schwierige Zeiten!
Die Lage der an
Corona Erkrankten hat sich in ganz
Europa verschärft.
In vielen Ländern werden wieder Lockdowns oder Ausgangssperren verhängt.
Die Unzufriedenheit bei den Menschen wächst weiter und die wirtschaftliche Lage spitzt sich weiter zu. Viele Menschen blicken in eine ungewisse Zukunft.
Restaurants, Cafés, sind diejenige welche alle sanitären Maßnahmen getroffen haben, um die Ansteckungsgefahr von Corona auf ein Minimum zu reduzieren. Sie sind jedoch diejenigen, die von den neuen Maßnahmen der Regierung am meisten betroffen sind. Viele Restaurants werden ihre Türen für immer schließen müssen.
Doch nicht nur der Horesca–Sektor, sondern auch andere Berufsgruppen sind in diesen schwierigen Zeiten, ex-trem gefordert.
Sowohl der Güterverkehr als auch der Personenverkehr müssen trotz schwierigen Zeiten reibungslos ihren Dienst verrichten. Auch hier ist das Ausmaß der Krise zu spüren.
Ein weiterer Sektor, dem bald die Puste ausgehen wird, ist der des Gesundheitswesens.
Hier hat die Regierung einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der vorsieht, die Arbeitszeit temporär auf 12 Stunden am Tag und 60 Stunden die Woche zu erhöhen. Hier stellt sich die Frage, wie lange das Personal noch mithalten kann, und wann Ihnen die Kraft ausgeht. Verlängerte Arbeitszeiten und Ausgangssperren sollen Maßnahmen sein gegen das Virus zu kämpfen und die Zahlen an Erkrankten zu reduzieren. Einige Berufsgruppen haben sich noch nicht von der ersten Welle erholt und ein Ende der Corona Zeiten ist nicht in Sicht.
Warengüterverkehr
Wirft man einen Blick auf unser Nachbarland Frankreich, darf man das Haus nur noch zum Einkaufen, zum Arztbesuch oder zur Arbeit verlassen. Wie unverzichtbar die Logistikbranche für die Versorgung der Bevölkerung ist, wird uns immer bewusster, besonders in Krisenzeiten. Jährlich gehen immer mehr Waren auf Reise rund um die Welt. Der Güterverkehr ist ein wichtiges Glied in der Kette, um den Warenverkehr von A nach B zu transportieren.
Während diesen schwierigen Zeiten versuchen wir alles, um das Leben bestmöglich aufrecht zu erhalten. Die Lebensmittelgeschäfte versorgen die Bevölkerung weiterhin mit Waren. Diese Waren müssen über die bestmöglichen Transportwege in die Geschäfte gelangen. Die Produktion ist in den meisten Betrieben zurückgegangen. Die Industrie ist von der Krise stark betroffen, und muss deutliche Einnahmeeinbußen hinnehmen.
Dies wirkt sich negativ auf den Schienengüterverkehr aus. Die Transportnachfrage geht zurück. Die Politik müsste weiterhin Betriebe unterstützen, die den Warentransport über die Schiene transportiert.
Doch leider muss man feststellen, dass es mittlerweile Unternehmen gibt, denen es wichtiger ist die Ware per LKW zu Dumpingpreisen, über überfüllte Straßen, zu transportieren. Das Personal muss unter extremen Arbeitsbedingungen und Niedriglöhnen die Arbeiten verrichten. Überstunden sind für LKW-Fahrer mittlerweile normal. Die Firmen bekommen die Fahrten oft nur dann vollständig bezahlt, wenn die Ware auch rechtzeitig an der Endstation ankommt. Die Zeit für die Fahrten ist in den meisten Fällen sehr knapp gerechnet.
Der Stressfaktor und das Unfallrisiko steigen weiter an, doch dieser Faktor interessiert die Auftraggeber in den meisten Fällen nicht.
Ist Geld wirklich nur das Wichtigste im Leben?
Klimaschutz, Menschenrechte, Gesundheit werden einfach mit Füssen getreten.
Ein Güterzug verursacht im Schnitt pro Tonnenkilometer 80 Prozent weniger CO2 als ein LKW. Das Unfallrisiko der Gefahrengüter über die Schiene, wird auf ein Minimum reduziert. Der Transport über die Schiene ist sicherer, umweltschonender und zuverlässiger. Diese Vorteile sollten für Mensch und Umwelt wichtiger sein als nur der Gewinn.
Fairer Transport und faire Arbeitsbedingungen hätten eigentlich eine Anerkennung verdient.
Die schwierigen Zeiten von Corona sollten uns zum Nachdenken bringen, ob jetzt nicht der Moment zur Veränderung gekommen ist. Der Mensch vor Geld und Machtgier!
Georges Melchers
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Kommentar 112020
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