Sektion Staat: „Dieses Projekt zur Gehälterreform gehört in den Papierkorb!“
Sektion Staat: „Dieses Projekt zur Gehälterreform gehört in den Papierkorb!“
„Das von der Regierung vorgelegte Projekt zur Gehälterreform gehört in den Papierkorb“, so Verbandspräsident Guy Greivelding gelegentlich der Generalversammlung der Sektion Staat. „Drei Indexmanipulationen, eine Pensionsreform und eine Reform der Gehälter, die allesamt nur Sozialabbau bedeuten, verlangen von den Gewerkschaften eine verstärkte Mobilisierung zur Verteidigung der Interessen ihrer Mitglieder und aller Schaffenden.“
Die diesjährige Generalversammlung der Sektion Staat tagte am 13. März 2012 im Casino Syndical. Dabei standen, wie bei allen Generalversammlungen, die derzeit stattfinden, die Tätigkeitsberichte und die Diskussion der aktuellen Lage im Mittelpunkt.
Als Gäste bei der Generalversammlung konnte Sektionspräsident Fernand Schiltz neben dem Präsidenten des Landesverbandes, Guy Greivelding, und dem Vizepräsidenten, Justin Turpel, ebenfalls die bisherige Gewerkschaftssekretärin Jeanne Schosseler und den neuen Gewerkschaftssekretär Pascal Hansen, so wie die Vertreter verschiedener anderer Berufssektionen begrüßen.
„Das Salariat wird von der Politik im Stich gelassen“, kritisiert Fernand Schiltz bei seiner Begrüßung. Die Politik verwalte das geschaffene Reichtum nicht mehr „en bon père de famille“, sondern Regierung und Opposition hätten sich dem Diktat der Finanzmärkte gebeugt, wodurch die Reichen noch immer reicher würden, während die schaffenden Menschen europaweit die Zeche zahlen müssten, kritisierte der Sektionspräsident. Es sei ein Fehler immer weniger in öffentliche Dienstleistungen zu investieren. Die geplante Gehälterreform zeuge ebenfalls von einer solchen Politik, die Einsparungen beim Personal plane, während die Renditen der Aktionäre nie gekannte Höhen erreichen.
Jeff Ries wies in seinem Tätigkeitsbericht auf die zahlreichen Initiativen der Sektion hin, dabei natürlich auch die ausführliche Analyse der geplanten Reform von Gehältern und Statut. Die Tatsache, dass diese Reform bloß mit einer einzigen Gewerkschaft ausgehandelt wurde, schade der Sache. Zahlreiche Verschlechterungen wären mit dem Landesverband nicht möglich gewesen. Ansonsten berichtete Jeff Ries von einen eher „ruhigen Jahr“, das im Schatten der Gemeindewahlen stand. Noch seien die Verschlechterungen nicht vom Tisch, so Ries, so dass die Sektion Staat weiterhin gefordert sei sich zusammen mit den Kollegen aus den anderen Sektoren, den Gemeinden und der Eisenbahn, gegen den geplanten Sozialabbau zu wehren.
Kassenwart Fred Bisenius berichtete von einer gesunden Finanzlage, die vom Vertreter der Kontrollkommission, Carlo Wolz, als korrekt geführt bescheinigt und von der Generalversammlung gutgeheißen wurde.
Nachdem Verbandspräsident, wie einleitend erwähnt, die drei Indexmanipulationen, die Pensionsreform und die Gehälterreform unter die Lupe genommen hat, hob Sektorenpräsident Justin Turpel die Mitarbeit von Jeff Ries als Vertreter der Sektion Staat im europäischen Gewerkschaftsbund (EGÖD) hervor, ebenso wie die stetige Mitarbeit der Sektionsvertreter im Vorstand des Sektors Öffentlicher Dienst und im Verbandsrat.
Die Jahresversammlung schloss mit einem gemeinsamen Essen der Teilnehmer.
Einheit statt Spaltung
Als eine wichtige Stärke des Landesverbandes hob Sektionspräsident Fernand Schiltz die Tatsache hervor, dass dessen Strukturen laufbahnübergreifend sind, und nicht wie bei der CGFP, wo jede Laufbahn, jede Untergruppierung ihr eigenes Süppchen kocht. Denn gerade durch diese laufbahnübergreifende Organsierung kämen im Landesverband die gemeinsamen Interessen zum Tragen; und gemeinsam sei es auch wirksamer spezifische Anliegen zu verteidigen.
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