Kommentar, Georges Melchers 02/2020
Kommentar, Georges Melchers 02/2020
Spritpreise
Aktuell wird behauptet, dass die globalen Klimaveränderungen auf einen hohen CO2 Ausstoß zurück zu führen sind.
Dies hat zur Konsequenz, dass die Spritpreise in nächster Zukunft immer mehr ansteigen werden. Soll damit wieder der kleine Endverbraucher zur Kasse gebeten werden? Viele sind auf ihr Auto angewiesen, da der Öffentliche Transport nicht überall im Lande optimal an die Bedürfnisse der Nutzer ausgebaut ist. Viele können in Zukunft bei den ansteigenden Spritpreisen ihr Fahrzeug nur noch für das Nötigste nutzen. Für das erste Halbjahr 2020 wird eine weitere Erhöhung der Steuern auf Benzin (1 bis 3 Cent/l) und Diesel (3 bis 5 Cent/l) eingeführt. Aber nicht nur die Spritpreise werden ansteigen, sondern auch die Preise für Heizwärme werden regelrecht „angeheizt“ werden.
Für viele Haus- und Wohnungseigentümer oder Mieter werden sich die Nebenkosten weiter erhöhen. Hier verlangen die Verfechter weiterer globaler Freihandelsabkommen, dass der Bürger den damit verbundenen enormen CO2 Ausstoß mitfinanziert. Daran wird auch ein gratis öffentlicher Transport nichts ändern!
Gratis Öffentlicher Transport
Ab nächsten Monat wird in Luxemburg ein flächendeckender gratis Öffentlicher Transport eingeführt. Nur die erste Klasse wird kostenpflichtig bleiben. Dies sollte für den einen oder anderen Benutzer ein ansprechendes Angebot sein um vom privaten Individualverkehr auf den Öffentlichen Transport umzusteigen. Bleibt zu hoffen, dass genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen, da die Züge und Busse in den Spitzenstunden bereits jetzt ausgelastet sind.
Mitte 2020 wird das regionale RGTR-Netz reorganisiert werden, indem das Angebot besser auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sein wird. Hierzu werden zusätzliche Expresslinien sowie direktere Verbindungen zwischen den wichtigsten Knotenpunkten eingeführt ohne die Hauptstadt anzufahren. Auf diese Art und Weise soll die Hauptstadt vom Verkehrskollaps bewahrt werden.
Dies ist sicherlich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung um unsere Umwelt weniger zu belasten.
Doch leider kann nicht jeder die Vorteile des Öffentlichen Transportes ausnutzen. Für Schichtarbeiter wird es beispielsweise weiterhin schwierig sein, zu jeder Uhrzeit die passende Verbindung zu finden um mit dem Öffentlichen Transport zum Arbeitsplatz und wieder nach Hause zu gelangen.
Auch sehen sich daher viele genötigt dennoch ihre privaten Fahrzeuge in zahlungspflichtigen Parkhäusern abzustellen. Mit insgesamt über 600 000 Einwohnern stößt Luxemburg langsam an die Grenzen seiner täglichen Herausforderungen wie unzählige Staus und Baustellen.
Georges Melchers
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Kommentar 02 2020
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