Neue Busse für die Stadt Luxemburg
Neue Busse für die Stadt Luxemburg
Am vergangen Sonntag wurden in der Hauptstadt 22 neue Busse offiziell vorgestellt. Die Stadt Luxemburg hat 17 Mercedes Gelenkbusse nach EEV-Norm (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle), der gegenwärtig anspruchsvollste europäische Abgasstandard für Busse und Lkw, sowie 5 Volvo Hybridbusse angeschafft, die den neusten Abgasnormen entsprechen. Wir möchten den Schöffenrat für diesen Kauf beglückwünschen.
Wir Fahrer setzen große Erwartungen in diese neuen Busse, denn was in letzten Jahren die AVL-Kunden, die Fahrer so wie auch die Mechaniker durch die Fehlanschaffungen mitmachten, war keineswegs normal und darf sich nicht wiederholen.
Die Busse der Marke Iris waren von Anfang an eine Fehlanschaffung. Auch diese waren mit EEV-Norm geliefert worden, jedoch war die Technik überhaupt noch nicht ausgereift. Neben einer Unzahl an kleineren und mittleren Problemen bereitete vor allem das Fehlen von Leistung, insbesondere beim Anfahren an Kreuzungen oder in Steigungen große Probleme. Der Iris-Bus kam nur sehr langsam vom Fleck oder blieb gar liegen. Nur durch teure Transformationen konnten diese Busse einigermaßen fahrtüchtig gemacht werden, funktionieren aber bis heute immer noch nicht einwandfrei.
Es ist unverständlich, wie ein Hersteller ein solches Produkt überhaupt verkaufen darf. Dies trifft leider auch für die 4 Volvo-Gelenkbusse zu, die letztes Jahr in Betrieb genommen wurden. Nur dem unermüdlichen Einsatz der Beamtendelegation ist es zu verdanken, dass in Bezug auf das Anschaffen ordentlicher Busse endlich eine Trendwende einkehre; die Delegierten wurde nicht müde immer wieder auf die Probleme mit den Iris- und zum Teil auch den Volvo-Bussen hinzuweisen.
Bei der Vorstellung der neuen Busse präzisierte Mobilitätsschöffe François Bausch, dass die Stadt Luxemburg während der nächsten drei Jahre insgesamt 85 neue Busse anschaffen und damit seine Busflotte größtenteils erneuern will. Wir hoffen dass der Schöffenrat auch in Zukunft auf Qualität setzt, denn dies zahlt sich immer aus. Vor allem aber hoffen wir, dass die Stadt besser auf ihre Fahrer und Personalvertreter hört, denn nur mit ihnen gemeinsam ist es möglich negative Erfahrungen zu verhindern. Und wenn wir auf Probleme aufmerksam machen, soll sollen diese auch unverzüglich ernst genommen werden …
Carlo Elter
Warum nicht sofort?
Bei den Volvo-Gelenkbussen, die die Stadt Luxemburg letztes Jahr angeschafft hat, macht die Verriegelung der vorderen Tür, im Innern des Busses, laute Zischgeräusche, und zwar jedes Mal wenn die Geschwindigkeit des Busses 20 km/h über- oder unterschreiter. So entsteht beim Anfahren und Abbremsen im Stau immer wieder ein nervendes Gezische an der Vordertür.
Jeder kann sich vorstellen, dass einem dies voll auf den Senkel geht, wenn man mit einem solchen nerventötenden Zischen eine Schicht herumfahren muss, das nicht nur die Nerven des Fahrers strapaziert, sondern unweigerlich auch dessen Fahrstil beeinträchtigt. Deshalb haben wir Personalvertreter, ebenso wie zahlreiche andere Fahrer, die Direktion auf das Problem hingewiesen und um eine schnelle Lösung gebeten.
Leider nahm die Direktion unser Anliegen nicht ernst genug und so traf das ein, was nicht vorkommen dürfte. Die Fahrer, die sich von der Direktion im Stich gelassen fühlten, halfen sich selbst indem sie den Schalter der Sicherheitseinrichtung der Türen blockierten um die dämlichen Zischgeräusche zu beenden.
Daraufhin reagierte die Direktion endlich und forderte die Fahrer auf, die gefährliche Handlung – das Blockieren der Sicherheitseinrichtung – unbedingt zu unterlassen; dabei wurde nicht vergessen die Fahrer darauf hinzuweisen, dass sie die volle Verantwortung und die Konsequenzen im Falle eines Unglücks tragen würden. Wir möchten das Verhalten der Fahrer, die die Sicherheitsvorkehrung der Türen blockiert haben, keineswegs gutheißen, wollen aber unmissverständlich darauf hinweisen, dass dies die logische Konsequenz ist, wenn das Personal bei den Vorgesetzten auf taube Ohren stößt.
Erst jetzt begreift die Direktion den Ernst der Lage und bittet Volvo schriftlich um eine schnellstmögliche Beseitigung dieses lästigen Zischens. Hätte man sich sofort um eine Lösung bemüht und die Busse bis zur Behebung des Problems aus dem Verkehr gezogen, wären die Fahrer nicht dazu verleitet worden, die Sicherheitseinrichtung der Türen zu blockieren. (Übrigens darf man sich die Frage stellen, wieso ein so wichtiger Sicherheitsschalter vom Hersteller derart zugänglich angebracht wurde?)
Wir werden uns weiter dafür einsetzen, damit endlich eine zufriedenstellende Lösung für die Fahrer gefunden wird!
Gérard Imbert
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