AVL – Trotz Fortschritten liegt noch manches im Argen
AVL – Trotz Fortschritten liegt noch manches im Argen
Auf eine rege Tätigkeit des Vorstandes und der Personalvertreter im Busbetrieb der Stadt Luxemburg konnte Sektionspräsident Carlo Elter gelegentlich der mit rund hundert Teilnehmern wie immer gut besuchten Generalversammlung zurückblicken. Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste (siehe untenstehend) rief Carlo Elter den langwierigen gewerkschaftlichen Kampf in Erinnerung, um das von der Direktion aufgezwungene Arbeitsschema zu verbessern, neues Material, lies anständige Busse, anzuschaffen und endlich wieder Uniformen zu liefern (auch wenn die fehlenden Teile der vergangenen drei Jahre immer noch nicht ersetzt sind). Sekretär Yannick Jacques berichtete ausführlicher über die Tätigkeiten des Sektionsvorstandes, der sich in der Berichtsperiode fünf Mal traf um die anstehenden Probleme und die Aktivtäten der Sektion zu besprechen.
Gestörtes Betriebsklima
Besonders zu schaffen macht dem Sektionsvorstand das Arbeitsklima und die gestörten Beziehungen zwischen der Direktion und den Busfahrern. Fahrer und Personalvertreter wünschen sich einfach nur von den Betriebsverantwortlichen ernst genommen zu werden, sowohl als Menschen, als auch als Fahrer. Wäre dies nämlich in den vergangenen Jahren der Fall gewesen, hätten viele Probleme im Interesse aller – der Kunden, der Fahrer und der Stadt Luxemburg – vermieden werden können.
Der Bericht über die Tätigkeit der Betriebsdelegation, wo die Personalvertreter im Busbetrieb und die Betriebsleitung sich regelmäßig treffen um alle Probleme zu besprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, ist ebenfalls geprägt von der Schwierigkeit der Direktion die Anliegen und Vorschläge der Fahrer und der Personalvertreter ernst zu nehmen. Gérard Imbert konnte dies in seinem Bericht an zahlreichen Punkten illustrieren. Dazu zählt auch die Tatsache, dass die Personalvertreter beim AVL nicht einmal ein Büro zur Verfügung haben, wo sie die Fahrer, die etwas mit ihnen besprechen wollen, empfangen können.
In seiner Stellungnahme versprach Mobilitätsschöffe François Bausch sowohl in Punkto Sozialdialog, als auch in Bezug auf das fehlende Büro für die Personalvertretung Abhilfe zu schaffen. Bezüglich der drei Jahre lang nicht mehr gelieferten und den Fahrern jetzt fehlenden Uniformteile, meinte der Finanzschöffe, an ein paar zusätzlichen Kleidungstücken für die Busfahrer dürfe die Stadt „nicht hängen bleiben“. Beim leidigen Thema der benötigenden Toiletten an den Endstationen hingegen tut die Gemeinde sich immer noch schwer eine angemessene Lösung zu finden.
Neue Diensttouren, neue Probleme …
Bei den neuen Diensttouren, die ab Mitte Mai eingeführt werden sollen, beträgt die ununterbrochene Lenkzeit der Fahrer in zahlreichen Fällen über 4 Stunden, in 15 Fällen sogar über 4 Stunden und 20 Minuten. Solche Lenkzeiten sind im innerstädtischen Verkehr einfach nicht zumutbar, erklärt Carlo Elter und fordert diesbezüglich eine Begrenzung der Lenkzeit im innerstädtischen Verkehr auf 3,5 Stunden, plus oder minus eine halbe Stunde. Er verstehe dieses Anliegen, versicherte François Bausch und versprach dies im Dialog mit Personalvertretung und Direktion klären zu wollen.
Bausch beantwortete die Frage in Bezug auf die Zukunft des Busbetriebes der Stadt Luxemburg im Zusammenhang mit der vom neuen Schöffenrat geforderten „communauté urbaine“ dahingehend, dass der Schöffenrat die Mobilität um Raum Luxemburg gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden, im Rahmen einer solchen „communauté urbaine“ klären wolle, der Busbetrieb selbst aber in allen Fällen bei der Stadt Luxemburg verbleiben werde.
Auf großes Interesse bei den Anwesenden stießen auch die Ausführungen von Verbandspräsident Guy Greivelding, der die Wichtigkeit des gewerkschaftlichen Einsatzes in Sachen Einkommen, Index, Renten und Gehälterreform im öffentlichen Dienst hervorhob. Justin Turpel referierte über den Stellenwert der Personalvertreterwahlen, bei denen Anfang Mai auch bei der Gemeinde Luxemburg die Beamtendelegation neu gewählt wird.
Ein Buffet der Coopérative lieferte den gediegenen Rahmen um manche Punkte noch eingehender zu besprechen.
Hier ein Bericht von RTL Radio Lëtzebuerg mit einem Interview mit Justin Turpel, sowie ein Bericht auf dem Nachrichten-Forum von RTL "AVL: D'Buschauffere brauche méi Ënnerstëtzung vum Betrib" mit zahlreichen Kommentaren ...
Auszug aus einem Kommentar im RTL-Nachrichtenforum:
Ech kann dozou nemmen soen, ech fueren zenter baal 12 Joer Bus, dovunner 10 an der Staat an ech sen eng Fra!!
Waat de Problem matt den Toiletten betrefft, hun hei wirklech e puer Leit net vill Ahnung vun waat se schwätzen! Wei soll ech als Fra bei eng Heck goen wann ech mol muss? An dobai stin mir oft an engem Wunngebidd - also nix matt Hecken! Dei Deeg wou ech schaffen, drenken ech quasi naischt, fir deen Problem mol guer net ze kreien. An wann dann een vun denen villen Pausen schwätzt an der viller Zait dei mir irgendwou stin... Eis Linnen sen an denen leschten Joeren esou enk gemaach gin, dass een ganz oft nemmen op engem Terminus ukennt an direkt nees weider muss fueren. Well dei Leit dei do schon stin an wellen matfueren hun oft keen Verständnis dass een dann nach muss op Toilette goen - wann dann eng do ass - an dann matt Verspeidung fortfiert!
Mee daat ass nemmen een vun villen Problemer am Busbetrieb deen ugeschwaat gouf, een vill mei wichtegen ass net ugeschwaat gin! Ennerstetzung vun der Direktioun ass een vill mei wichtegen Punkt! Een deen net selwer do schafft kann do wirklech net matschwätzen, well daat Betriebsklima geet un Gesondheet - kann do aus eegener Erfahrung schwätzen!
Die Gäste bei der Generalversammlung vom 17. März 2012
Neben zahlreichen Mitgliedern konnte Sektionspräsident Carlo Elter folgende Gäste zur Generalversammlung der Sektion AVL begrüßen:
Von der Verbandsleitung den Präsidenten des Landesverbandes, Guy Greivelding, den Vize-Präsidenten Justin Turpel, der ebenfalls Präsident des Sektors öffentlicher Dienst ist, den ehemaligen Präsidenten des Landesverbandes und jetzigen Präsidenten des Sektors Pensionierte Nico Wennmacher, Romain Roden, Vizepräsident des Sektors öffentlicher Dienst und Jean-Claude Thümmel, Präsident des Sektors Eisenbahnen.
Von déi Gréng war Mobilitätsschöffe François Bausch anwesend, von déi Lénk Gemeinderat David Wagner. Entschuldigt hatte sich der neue Bürgermeister Xavier Bettel, ebenso wie der langjährige Gemeinderat der LSAP, Armand Drews.
Die Sektion TICE war vertreten durch Alain Sertic, die Bussektion der CFL durch den Jeannot Toepler, die administrative Sektion durch Armand Loesch und Lou Marx, die Kontrollkommission durch Carlo Wolz. Außerdem wurde der neue Gewerkschaftssekretär für den öffentlichen Dienst, Pascal Hansen, vorgestellt.
Herzlich begrüßt wurden auch die pensionierten Kollegen aus dem Busbetrieb, die immer wieder an der Generalversammlung teilnehmen.
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RTL Radio Lëtzebuerg 17. März 2012 10:00 Auer
2.90 Mo -
Begréissung duerch de Sektiounsprësident Carlo Elter
29.50 Ko -
Tätegkeetsbericht vun der AVL-Sektioun fir d’Joer 2011 – vum Sekretär Yannick Jacques
32.67 Ko -
Bericht vun der Betribsdelegatioun vum Gérard Imbert
40.23 Ko -
Bericht vun der Beamtendelegatioun vum Carlo Elter
33.18 Ko
